9.9.2019, wir sind in Vladivostok angekommen! Am 14.09.2019 Abflug nach Tokio, buy buy Russland

Glücklich und wahnsinnig dankbar für alle lieben Wünsche, die uns bis hier hin begleitet haben, sind wir am 9.9.2019 in Vladivostok angekommen. Wir haben soviel auf dieser langen Reise erlebt, soviel nette und interessante Leute kennengelernt und uns, dass war das wichtigste, selbst wieder erfahren. Suuuuper, wir haben es tatsächlich geschafft! ? Ohne Stress, ohne Krankheit, ohne Streit, ohne Unfall, mit ganz viel Liebe und Glück!?
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Vladivostok ist eine sehr schöne Stadt, eine Mischung zwischen Hamburg, Helsinki und Istanbul, aber wahrscheinlich sollte man Städte nie vergleichen, denn jede Stadt hat seine Besonderheiten.

Bodo erzählt mir immer wieder, wie die Stadt und einzelne Häuser 1993 aussahen, als er im Winter in Vladivostok gewesen war. Damals war alles im Umbruch, es gab nicht viel in der Stadt zu kaufen, alles war heruntergekommen. Die Leute versuchten hier neue eigene Wege zu gehen, es konnten eigene Geschäfte aufgemacht werden. Damals hatte Bodo auch Sergey kennengelernt und ihm bei seinen Einkäufen in Deutschland unterstützt.

Es fuhr in 1993 noch eine Straßenbahn, davon sieht man gar nichts mehr. Dafür fahren unendlich viele japanische Auto die Straßen entlang. Wer Geld hat und es auch allen zeigen möchte, fährt Porsche Cayenne, Mercedes G Klasse oder Audi Q7 andere SUVs aus Deutschland.

Die Straßen sind oftmals verstopft und es staut sich der Verkehr. Die beiden neuen Hängeseil Brücken, die für eine Riesensumme gebaut wurden entlasten den Verkehr. Nun können die Autos auch über die Brücke zu der Insel Russkyi fahren, wo letzte Woche auch die Far East Conference stattgefunden hat. Diese Veranstaltung blockiert zwar trotzdem noch das Leben in der ganzen Stadt, doch lt. Juri war das vor den Brücken noch viel schlimmer.

Die Luft ist in der Stadt trotz des Verkehrs frisch. Wir sind heute durch viele Alleen gegangen und die Stadt wirkt grün.

Mit der Schmalspurbahn sind wir zu einem wirklich schönen Aussichtspunkt gefahren. Das letzte Stück mussten wir laufen.

Von dort oben hat man eine superschöne Aussicht über die ganze Stadt. Man sieht hier, wie hügelig die Stadt ist. Das hat mich sehr gewundert, weil ich es nicht vermutet hatte. Aber bei der Besichtigung der Stadt am 1.Tag ist es mir schon aufgefallen. Egal welche Straße wir entlanggingen, meistens natürlich bergauf, entdeckten wir auf der Kuppe bereits schon wieder das Meer.

Und dann entdeckt man viele schöne Häuser, unter anderem auch wieder das Kaufhaus der Kaufmänner aus Hamburg, die Geschäftspartner Kunst & Albers, hier heißt es Gym, deren Dependance wir ja bereits schon in Chaborovsk und in Blagoweschtschensk bewundert hatten. Immer noch sind diese Gebäude gut erhalten, aber mittlerweile stehen viele Geschäfte leer und leider machen sich auch dort die Marken breit wie Zara u.ä. die man in jeder großen Stadt findet.

Café im Kaufhaus Gym, wo wir heute ausnahmsweise einmal gefrühstückt haben.

Haus in der 2.Reihe

Und natürlich gibt es wieder viele Denkmäler

Wieder ein Tor extra gebaut für den Zarenbesuch

Dann mussten wir uns unbedingt den Bahnhof anschauen, die Endstation der Transsibirischen Eisenbahn.

Und es gibt auch einen Platz am Meer, wo gebadet, gespielt, gegessen und getrunken wird. Ein einziger Jahrmarkt…

Also, wie man sieht, ist Vladivostok eine sehr lebendige Stadt. Hier leben ungefähr 600.000 Einwohner, aber die Anzahl der Touristen scheint auch nicht gering zu sein. Hauptsächlich allerdings Chinesen, Koreaner oder Japaner. Europa ist einfach zu weit weg!

Dennoch, die jungen Leute zieht es in Richtung Moskau, Vladivostok ist für sie wohl doch nur „das östliche Ende der Welt“.

Wir jedoch genießen die Stadt. Hier hat es in den letzten zwei Wochen fast immer geregnet, aber jetzt scheint die Sonne.

Morgen Abend treffen wir uns doch noch mit Irina und Genii, die sich heute endlich bei uns gemeldet haben. Sergey konnte es leider nicht einrichten nach Vladivostok zu kommen, was wir sehr bedauern, aber auch verstehen können.

13.09.2019

Wir hatten einen sehr schönen Abend mit Irina, ihrer Schwester, Genii und seiner Frau Nina sowie Nikita (9 Jahre alt).

Irina haben wir das letzte Mal vor ca. 15 Jahren getroffen und wir haben uns alle so gefreut, das wir uns noch sehen konnten.

Sergey wurde per Video dazugeschaltet, damit er wenigstens etwas sagen konnte.

Die Zeiten in Russland sind derzeit nicht so gut, wir haben auf unserer Reise ja auch schon feststellen müssen, dass das Leben hier echt teuer ist. Irina ist nun auch schon pensioniert, in Russland wird man mit 55 Jahren in den Ruhestand geschickt. Sie hat jedoch seit 3 Jahren ein kleines Blumengeschäft und erfreut sich nun diesem Geschäft und natürlich deren Einnahmen.

Wir haben über die alten gemeinsamen Erlebnisse gesprochen, über unsere jetzige Situation und die Familien. Der Abend war viel zu kurz und wir hoffen sehr auf ein weiteres Treffen in einer kürzeren Zeit als das letzte Mal. Genii hat uns dann ins Hotel gebracht und ließ es sich nicht nehmen,uns auch am nächsten Morgen zum Flughafen zu bringen. So konnten wir uns doch noch ein wenig unterhalten.

Danke für den schönen Abend und Auf Wiedersehen ? ?

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